Förderangebote
Unsere Schule bietet folgende therapeutischen Förderangbote:
- therapeutisches Reiten
- Einzelförderung für Kinder mit autistischen Zügen
- Unterstützte Kommunikation (UK)
- ergotherapeutische Förderung
- physiotherapeutische Förderung
- Logopädische Förderung
- sprachheilpädagogische Förderung
- Psychomotorik
Unsere therapeutischen Förderangebote werden von ausgebildetem Fachpersonal durchgeführt. Sie fördern in Einzelsituationen, aber auch unterrichtsbegleitend. Somit erreichen wir eine individuelle und optimale Förderung der Schüler und Schülerinnen.
Art, Umfang und Dauer der therapeutischen Förderungen werden nach dem individuellen Förderplan des jeweiligen Schülers, mit Therapeuten, Lehrkräften und Eltern abgestimmt.
An der Wartbergschule gibt es seit 1998 ergotherapeutische Förderangebote. Die Schüler aller Klassenstufen werden von zwei Ergotherapeutinnen unterrichtsimmanent, in Einzelsituation oder in Kleingruppen gefördert. Zu den Indikationen für die Ergotherapie gehören beispielsweise körperliche Einschränkungen unterschiedlichster Ursachen, Ausprägungen und Schweregrade, Beeinträchtigungen in der geistigen Entwicklung, in der Wahrnehmung sowie im Sozialverhalten. Das Arbeitsfeld der Ergotherapeuten orientiert sich am Alltag der jeweiligen Schüler.
Dazu zählen die Einrichtung des Arbeitsplatzes in der Klasse zum Beispiel mit geeigneten Therapiestühlen, höhenverstellbaren Tischen sowie weiteren erforderlichen individuellen Hilfsmitteln. Die Hilfsmittelversorgung findet in Zusammenarbeit mit den Technikern der verschiedenen Sanitätshäuser statt. Außerdem findet in Absprache mit den Lehrkräften eine individuelle Begleitung im Schwimm- und Sportunterricht, beim Reiten und Kochen, beim Kunstunterricht sowie bei den Arbeitsgemeinschaften statt.
Die therapeutische Förderung soll die Fähigkeiten der Schüler aufgreifen und ihre Weiterentwicklung ermöglichen. Unter Berücksichtigung des Lerntempos, Abwarten und „Zeit lassen“ ermöglichen wir den Schüler die Entwicklung einer eigenen Handlungsplanung. Ein wichtiger Beitrag zur Unterstützung motorischer Lernprozesse in der Therapie ist die Auswahl geeigneter Hilfsmittel. Sie sollen funktionelle Aktivitäten im Alltag ermöglichen, erleichtern oder verbessern und so für den Schüler in der Therapiesituation Erfolgserlebnisse möglich machen. Durch die Erleichterung von Aktivitäten, die für den Schüler von Bedeutung sind, führt dass zum positiven emotionalen Erleben in der Therapie und schafft somit Motivation und weckt das Interesse in einem. Die Gestaltung der Therapie in einem variablen Umfeld fördert den Transfer der Aktivitäten auf verschiedenen Alltagssituationen. Das Training von Ausdauer, Kraft und Rhythmus müssen in der Therapie mit einbezogen werden, da hierdurch die aktive und passive Beweglichkeit gebessert und sekundäre Veränderungen vermindert werden können.
Seit dem 01.10.2011 wird die Sprachförderung an der Wartbergschule von einer staatlich anerkannten Logopädin durchgeführt.
Die logopädische Förderung findet in der Regel ein Mal wöchentlich etwa 30 Minuten in einer Einzelsituation statt. Je nach Bedarf kann die Förderung jedoch auch in Kleingruppen erfolgen. Zudem stellt die unterrichtsimmanente Arbeit mit den Kindern einen wichtigen Bestandteil der Sprachtherapie dar.
Es wird sowohl mit primär sprachauffälligen Kindern aus den Sprachheilklassen als auch mit körperlich-, geistig- sowie lernbeeinträchtigten Schülern gearbeitet.
Zurzeit werden etwa 50 Kinder im Alter zwischen sechs und sechzehn Jahren therapeutisch betreut. Zu den häufigsten Sprach- und Sprechauffälligkeiten zählen Dyslalien, Dysgraphien, Dyslexien, Dysgrammatismus, Sprechapraxien, Einschränkungen des aktiven und passiven Wortschatzes sowie Einschränkungen des Sprachverständnisses. Auch die Durchführung von mundmotorischen Übungen, die therapeutische Essensbegleitung sowie die Förderung der Kommunikationsfähigkeit bilden wichtige Therapieschwerpunkte.
Die beschriebenen Sprach- und Sprechauffälligkeiten müssen unbedingt speziell behandelt werden, um zum einen die Sprechfreude der Kinder zu erhalten und zu fördern und um zum anderen, den Kindern die Kommunikation überhaupt zu ermöglichen.